
KENIA DECAF
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Entkoffeinierter Espresso. Aus Kenia.
Dieser Kaffee aus Kenia, Nyeri, zeigt, dass Entkoffeinierung kein stilistischer Einschnitt sein muss. Herkunft, Varietäten und Aufbereitung bleiben nachvollziehbar. Nur das Koffein fehlt. Unser Ziel war ein entkoffeinierter Espresso, der im Alltag wie ein regulärer Kaffee funktioniert – nicht als Ersatz, sondern als selbstverständliche Option. Nach Scheingold, unserem entkoffeinierten Espresso aus Brasilien, ist dieser Kenia der zweite Decaf im elbgold-Portfolio. Beide stehen für unterschiedliche Herkünfte und Geschmacksprofile, folgen aber demselben Anspruch: entkoffeinierter Kaffee ohne sensorische Vereinfachung. Kenia bietet dafür gute Voraussetzungen: hohe Lagen, dichte Bohnen, klare Struktur. Eigenschaften, die auch nach der Entkoffeinierung stabil bleiben und sich präzise rösten lassen.
Herkunft – Nyeri
Der Rohkaffee stammt aus der Region Nyeri und wächst auf 1.800 bis 2.000 Metern Höhe. Kühle Nächte, langsame Reife und mineralische Böden sorgen für Dichte und Klarheit im Bohnenmaterial. Verwendet werden klassische kenianische Varietäten: SL28 und SL34, ergänzt durch Ruiru 11 und Batian. Diese Kombination bringt Süße und Struktur mit und bleibt auch nach der Weiterverarbeitung stabil. Dieser Kaffee wurde als AA-Lot sortiert und gewaschen aufbereitet. Selektive Ernte, kontrollierte Fermentation und saubere Trocknung bilden die Grundlage für ein klares, konsistentes Tassenprofil. Gerade bei entkoffeinierten Kaffees ist ein sauber aufbereiteter Rohkaffee entscheidend. Der Prozess bewahrt, was im Rohkaffee angelegt ist.
Entkoffeinierung – mit CO₂
KENIA DECAF wird in Bremen entkoffeiniert – mit natürlicher Quellkohlensäure (CO₂). Nicht als Besonderheit, sondern als bewusster Arbeitsschritt. Bevor das Koffein entzogen wird, wird der Rohkaffee behutsam vorbereitet. Die Bohne öffnet sich, wird aufnahmefähig. In diesem Zustand kann das CO₂ wirken. Unter Druck verbindet es sich gezielt mit dem Koffein und löst es aus der Bohne, ohne deren Struktur grundsätzlich zu verändern. Was bleibt, ist der Kaffee selbst. Zucker, Säuren und Aromastrukturen bleiben weitgehend erhalten. Der Charakter des Ursprungs bleibt lesbar. Nur das Koffein fehlt. Das Verfahren kommt ohne chemische Lösungsmittel aus und arbeitet in einem geschlossenen Kreislauf. Das CO₂ wird aufgefangen, wiederverwendet – der Prozess bleibt kontrolliert und wiederholbar. Entscheidend ist dabei immer der Ausgangspunkt: Nur ein sauber aufbereiteter, stabiler Rohkaffee eignet sich für diese Form der Entkoffeinierung. Der Prozess kann nichts verbessern, er kann nur bewahren.
Röststil – angepasst an die Aufbereitung
KENIA DECAF wird bewusst so geröstet, wie es der entkoffeinierte Rohkaffee verlangt. Nicht nach Stil, sondern nach Rohkaffee. Die Entkoffeinierung erhöht die Porosität der Bohne und beschleunigt die Wärmeaufnahme. Unterentwicklung zeigt sich hier schnell als flache Süße oder rohe Säure, weshalb die Röstung gezielt Stabilität und innere Balance aufbauen muss. Der Röstgrad liegt daher etwas dunkler als bei vergleichbaren nicht entkoffeinierten Espressi. Das stärkt Körper und Süße, reduziert kantige Säure und schafft die Grundlage für eine ruhige, gut kontrollierbare Extraktion. So entsteht ein Espresso, der tragfähig ist: mit dichter Textur, klarer Süße und ausreichend Tiefe, auch ohne Koffein. Die Röstung folgt dabei nicht dem Wunsch nach Röstaromen, sondern der Notwendigkeit, dem Kaffee Struktur zurückzugeben. KENIA DECAF wird so geröstet, dass er sich verlässlich extrahieren lässt und in unterschiedlichen Setups funktioniert – nicht als Kompromiss, sondern als fachgerechte Antwort auf einen veränderten Rohkaffee.
Sensorik – ruhig und strukturiert
In der Tasse zeigt sich der Kaffee zugänglich und klar. Die Basis bilden Kakaonibs und dunkles Karamell, getragen von einer gleichmäßigen Süße und einem mittelkräftigen, kompakten Körper. Die kenianische Frische bleibt präsent, aber kontrolliert. Mandarine erscheint als süß-zitrischer Akzent, eingebettet in Textur und Süße. Keine spitzen Säurespitzen, keine flüchtigen Fruchtnoten. Der Abgang ist sauber und ruhig. Ein Espresso mit Tiefe und Länge, dessen Herkunft auch ohne Koffein lesbar bleibt.
Hier findest Du unsere Brewguides.

