



GAME CHANGER
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Game Changer – die Collab vom Kiez
Der FC St. Pauli und elbgold sind dafür bekannt, die Spielregeln zu ändern. Für mehr Gerechtigkeit. Auf und neben dem Platz. Das läuft nur mit Haltung und Verantwortung. Deswegen setzen wir ein klares Zeichen und reisen direkt zu den Kaffeeproduzent:innen. Hier sprechen wir zusammen über faire Preise und eine gemeinsame Zukunft. Mit den Communities arbeiten wir an strukturellen Herausforderungen und bekämpfen die Probleme des Klimawandels. Denn ein sozialer und ökologischer Impact entsteht nur, wenn wir langfristige Partnerschaften aufbauen und weit über dem Weltmarktpreis einkaufen. So wird die Kaffeewelt gerechter.
Um zu verstehen, was Gerechtigkeit in den Kaffeeregionen bedeutet, stellen wir viele Fragen und hören genau hin: Wie bleiben jüngere Generationen in den Dörfern? Welche Aussichten brauchen sie, um die Kaffeefarmen fortzuführen? Und wie partizipiert die ganze Community? Welche Probleme bereitet der Klimawandel schon jetzt? Und was müssen wir tun, damit die Kaffeebäume samt Ökosystem fit für die Zukunft sind? Welche Lösungen gibt es für eine bessere und schnellere Bezahlung?
Ehrlich gesagt: Wir wissen nicht, ob wir die besten Antworten auf alle Fragen gefunden haben. Mit unserer Art, Kaffees einzukaufen, haben wir einen Prozess gestartet. Ein Prozess mit einem klaren Ziel: Wohlstand für alle Beteiligten in der Wertschöpfungskette zu schaffen, von dem auch die Umwelt profitiert. Dieser Prozess ist nie abgeschlossen. Das bedeutet, wir schauen bei jeder neuen Ernte, ob wir neue Antworten auf alte Probleme brauchen. Was wir besser machen können. Wie wir einen größeren Impact kreieren und zugleich unseren CO₂-Fußabdruck verkleinern können. Warum wir immer weitermachen? Den FCSP gibt es seit 1910 und elbgold seit 21 Jahren – und wir sehen, dass wir einen Unterschied machen.
Der Game-Changer-Plan funktioniert!
Wir bauen langfristige Partnerschaften auf und stehen jedes Jahr wieder auf der Matte der Produzent:innen. Wir wollen zeigen, dass wir mit ihnen wachsen wollen und sie sich auf uns verlassen können. Das schafft Planungssicherheit und eine Bereitschaft, auf den Farmen und in den Dörfern zu investieren.
Statt an der Börse auf zukünftige Ernten zu wetten, zahlen wir faire Preise, die bis zu 500 % über dem Börsenpreis liegen. Durch zinsfreie Vorfinanzierungen der Ernten können teure Kredite bei Kaffeebanken umgangen werden. Oft sind diese zwischen 15 % und 30 % verzinst und machen es unmöglich, einen Profit zu erzielen, mit dem Investitionen in die Zukunft getätigt werden können. Wir vernetzen alle unsere Kaffeepartner weltweit und sorgen so für einen schnelleren Wissensaustausch zu den Themen Qualität, Agronomie, Supply Chain und Klimawandel. Der FCSP und elbgold arbeiten zusammen am Zusammen. Denn wir wollen weiterhin einen Unterschied machen. Für mehr Gerechtigkeit. Auf und neben dem Platz. Let’s Change the Game!
Insights zum Indien Araku Arabica
Die Menschen im Araku Valley leben in indigenen Tribes als kleine Dorfgemeinschaften genau dort, wo der Kaffee wächst. Es sind die angestammten Terroirs in den Eastern Ghats im Südosten Indiens. Abgelegene, ländliche Regionen auf 900 m bis 1300 m Höhe im Distrikt Visakhapatnam in Andhra Pradesh – und sie sind seit Jahrhunderten die Heimat der Tribes. In den frühen 1920er-Jahren brachten die Briten Kaffee in die Region. Vor einigen Jahrzehnten kam es in der Gegend zu einem Verlust der Artenvielfalt. Aus einem ehemals reichen Ökosystem wurde eine ökologisch fragile Zone mit abgrundtief niedriger Alphabetisierungsrate, hoher Säuglings- und Müttersterblichkeit und Unruhen in Form gewalttätiger Aufstandsbewegungen gegen Regierungsbehörden. Anfang der 2000er-Jahre investierte die Naandi Foundation, eine der größten gemeinnützigen Organisationen Indiens. Naandi arbeitet seit zwei Jahrzehnten mit Stammesbäuerinnen und Bauern aus Araku zusammen. Von der Schaffung biodiverser Farmen über die Bekämpfung des Klimawandels bis hin zur Schaffung nachhaltiger Wege für langfristige Gewinne ist die Araku-Transformationsreise wirklich einzigartig. Mit Hilfe der Naandi Foundation, einer der größten NGOs Indiens, werden Strukturen für einen biodynamischen Kaffeeanbau geschaffen. Den Produzent:innen wird gezeigt, wie sie ihren eigenen Kompost, Dünger und Fungizide herstellen. Alles, was hier in die Natur geht, kommt zuvor aus der Natur. Sie wird hier als Ganzes verstanden. Neben Kaffee nutzen sie auch Pfeffer, Früchte und Getreide für ihren Lebensunterhalt. Kein Wunder, dass dieser Kaffee bio-zertifiziert ist.
In jedem Dorf gibt es mehrere Schlüsselfiguren. Die einen sind Multiplikator:innen und geben ihr zuvor gelerntes Wissen über Kaffeeanbau und -ernte weiter. Andere werden aus der Gemeinschaft der Tribes gewählt, um während der Erntezeit genau zu protokollieren, welche Personen wie viele Kirschen gepflückt haben. Alles wird im persönlichen Ernteheft dokumentiert. Damit bei 36.000 Produzent:innen niemand den Überblick verliert und wir beim Game Changer genau wissen, woher der Kaffee kommt und wo wir einen Impact generieren, wird alles auch digital erfasst. Jedes Lot erhält einen QR-Code, und Produzent:in, Menge und Qualität werden in einer digitalen Datenbank gespeichert. Das gilt als Blaupause für die Arbeit in einer Kaffeekooperative. Dieses Projekt inspiriert die benachbarten Dörfer. Es hat sich herumgesprochen, welchen positiven Impact es bringt. Die Natur bleibt erhalten und wird zu einer nachhaltigen Einkommensquelle. Junge Generationen werden zur Schule geschickt, und sie sehen eine Perspektive im zukünftigen Kaffeeanbau. Die Lebensqualität in den Tribes wächst. Leicht erkennen lässt sich das am Material des traditionellen Nasen- und Ohrenschmucks der Frauen: Erst bestehen sie aus Kupfer, dann aus Silber und in den Game-Changer-Dörfern aus Gold.
Insights zum Äthiopien Sidama Arabica
Faysel Abdosh Yonis gründete 2009 zusammen mit seiner Familie Testi Trading PLC. Der Name „Testi“ bedeutet auf Harari Freude oder Glück. Ihr Fokus liegt auf der Zusammenarbeit in der Lieferkette von Kleinbauern und Bäuerinnen um deren Lebensgrundlagen und Lebensbedingungen zu verbessern. Ein Schlüssel dazu ist der Anspruch, äthiopischen Kaffee bester Qualität zu produzieren und die Communities am Erfolg teilhaben zu lassen. Testi hat dazu beigetragen, in den Anbaugebieten neue Klassenzimmer und Schulen zu bauen, um die Bildung zu verbessern und mehr Möglichkeiten in der Region zu schaffen. Zudem ist der Bau eines Health Centers bereits in Planung. Zu Testi gehören drei Farmen und zwanzig Washing Stations. Seit 2018 haben sie an allen Stations ein Projekt zur Qualitätsverbesserung gestartet. Das sogenannte PCS-Projekt (Premium Cherry Selection) kontrolliert vollständig alle Aspekte der Ernte und Verarbeitung, um sicherzustellen, dass die Qualität des Kaffees in jedem Schritt der Qualitätskette erhalten bleibt. Kein Wunder, dass sie letztes Jahr den 1. Platz beim Wettbewerb Taste of Harvest gewonnen haben.




