
ARAKU
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ARAKU - ein Bio-Kaffeeprojekt mit Tiefe & Struktur
Das Araku Valley gehört nicht zu den klassischen Kaffeeursprüngen, die über einzelne Microlots definiert werden. Hier geht es um Struktur. Um ein System, das Qualität für viele Produzent:innen möglich macht – nicht als Ausnahme, sondern als Regel. Kaffee wächst im Araku Valley, eingebettet in Agroforstsysteme, in kleinen Parzellen, oft fernab von Infrastruktur. Die Qualität dieses Kaffees entsteht nicht durch spektakuläre Fermentationen oder extreme Höhenlagen, sondern durch konsequente Arbeit an Grundlagen: gesunde Böden, angepasste Varietäten, saubere Ernte und kontrollierte Trocknung. Für elbgold ist dieser Kaffee Teil des Portfolios, weil er zeigt, dass Herkunft auch über Wiederholbarkeit lesbar wird. Nicht als lauter Spezialeffekt, sondern als verlässlicher Ausdruck eines Ortes, an dem Landwirtschaft, Organisation und Wissen ineinandergreifen.
Varietäten – Stabilität und Süße
Die im Araku Valley angebauten Varietäten S5, S9 und S795 sind das Ergebnis gezielter indischer Züchtungsprogramme. Sie wurden entwickelt, um unter tropischen Bedingungen stabil zu wachsen – mit hoher Resistenz gegenüber Kaffeerost und gleichmäßiger Reife. S795 ist eine Kreuzung aus Kent und S288 und gilt als eine der wichtigsten Qualitätsvarietäten Indiens. Sie bringt eine gute Balance aus Ertrag, Krankheitsresistenz und sensorischer Klarheit mit – häufig geprägt von Süße sowie nussigen und schokoladigen Noten. S5 und S9 ergänzen diese Struktur. Beide Varietäten sind bekannt für ihre Robustheit und ihre Fähigkeit, auch bei wechselnden klimatischen Bedingungen eine saubere, tragfähige Tasse zu liefern. In Kombination ergeben sie ein Rohkaffeeprofil mit moderater Säure, dichter Bohnenstruktur und guter innerer Stabilität – ideal für schonende Natural-Aufbereitungen. Diese Varietäten sind kein Kompromiss, sondern bewusst gewählt: Sie erlauben Qualität auf Fläche, ohne extreme Volatilität in der Ernte.
Processing – Natural mit Fokus auf Kontrolle
Nach der selektiven Ernte werden die Kirschen gleichmäßig auf Trockenflächen ausgebreitet und langsam getrocknet. Entscheidend ist dabei nicht maximale Fermentation, sondern kontrollierter Wasserverlust. Durch die langsame Trocknung bleibt die Aktivität der Mikroorganismen begrenzt. Zucker werden nicht aggressiv umgesetzt, sondern schrittweise konserviert. Das reduziert alkoholische oder überreife Noten und erhält die strukturelle Klarheit des Kaffees. Das Processing zielt auf Stabilität: gleichmäßige Feuchteverteilung, saubere Oberfläche, reproduzierbares Ergebnis. Ein Natural, der nicht über Frucht definiert ist, sondern über Tiefe und Süße.
Röststil – Fokus auf Maillard
Der Araku Organic Filter wird bewusst als strukturbetonter Filterkaffee geröstet. Die Energiezufuhr ist moderat, der Fokus liegt auf einer klar geführten Maillard-Phase. In dieser Phase werden reduzierende Zucker und Aminosäuren gezielt in karamellige und schokoladige Aromakomponenten überführt. Die Röstung vermeidet hohe Anfangsenergie, um ein Ausdünnen der Textur zu verhindern, und hält die Entwicklungszeit so, dass Löslichkeit aufgebaut wird, ohne Bitterstoffe zu forcieren. Das Ergebnis ist ein Filterprofil mit hoher Extraktionsstabilität: gut kontrollierbar, tolerant gegenüber unterschiedlichen Brühmethoden und klar in der Tasse.
Sensorik – Schokolade & Vanille
In der Tasse zeigt sich ein ruhiges, ausgewogenes Profil. Dunkle Schokolade und Kakao bilden das Fundament, ergänzt durch Noten getrockneter Dattel und feiner Vanille. Die Süße ist gleichmäßig und anhaltend, die Säure niedrig bis moderat und weich eingebunden. Die Textur ist rund und leicht cremig, der Körper mittelkräftig. Im Abgang bleibt eine warme, anhaltende Süße mit subtilen Gewürzanklängen. Ein Filterkaffee mit Tiefe und Länge, ohne spitze Akzente.

